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Ringvorlesung

Quelle: Bild: Wittenbergplatz, Berlin, 1927 (Urheber: Max Missmann)

Zwischen den Zeiten. Theologische, politische und ideengeschichtliche Konzepte in der Weimarer Republik

Aufgrund des Interesses, das der Weimarer Republik aktuell sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der geisteswissenschaftlichen Forschung beigemessen wird, bietet das Institut für Theologie an der Leibniz Universität Hannover im Sommersemester 2021 eine öffentliche Ringvorlesung an, zu deren Begleitprogramm die hier präsentierte Ausstellung gehört. Die Beiträge widmen sich in interdisziplinär-dialogischer Ausrichtung sowohl einzelnen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen als auch dem ideengeschichtlichen Umbruch, seinen Akteur*innen und ihrem Denken angesichts aktueller Herausforderungen. Während ein Schwerpunkt auf der Theologie liegt, sollen Beiträge aus anderen geisteswissenschaftlichen Disziplinen die theologische Entwicklung ergänzen und kontextualisieren.

>> Termine Online-Ringvorlesung <<

Das Programm mit den Themen und Referenten finden Sie hier:
Angesichts der Digitalisierung der Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie stehen Ihnen die aufgezeichneten Beiträge der Referenten auf unserer E-Learning-Plattform zur Verfügung. Über einen Link erhalten Sie Zugang zu den Beiträgen, sodass Sie sich diese ganz in Ruhe ansehen können. Hierzu melden Sie sich bitte per Email bei hendrik.niether@theo.uni-hannover.de an.

Des Weiteren möchten wir auf zwei öffentliche Live-Veranstaltungen per Zoom hinweisen, die an den jeweiligen Tagen von 18.15 bis 19.45 Uhr stattfinden:

  • Am 4. Mai 2021 setzt sich der Theologe Alf Christophersen (Wuppertal) mit den politischen Ethiken des Religiösen Sozialismus und der Lutherrenaissance in der Weimarer Republik auseinander und veranschaulicht die politischen und theologischen Polarisierungen der damit verbundenen Glaubenskämpfe in der Zwischenkriegszeit.

  • Am 22. Juni 2021 spricht die Philosophin Susanne Möbuß (Oldenburg) über „Franz Rosenzweig und das 'Neue Denken'“, erschien doch genau vor 100 Jahren sein berühmtes Buch „Der Stern der Erlösung“, eines der klassischen philosophischen Werke des 20. Jahrhunderts. Als wichtiger Impulsgeber für den jüdisch-christlichen Dialog bewegt sich Rosenzweigs Denken zwischen jüdischer Religionsphilosophie, Neukantianismus, Lebens- und Existenzialphilosophie.

  • Am 20. Juli 2021 findet als Abschlussveranstaltung der Reihe eine Diskussion mit dem Theologen Marco Hofheinz (Hannover) sowie dem Zeithistoriker und Theologen Hendrik Niether (Hannover) zum Thema „Brüche – Kontinuitäten – Anfragen: Implikationen kirchlicher Zeitgeschichte der Weimarer Republik für die Gegenwart“ statt. Hier sollen die Ergebnisse der Veranstaltung gebündelt und die Frage diskutiert werden, welche Bedeutung die in der Weimarer Republik entwickelten und diskutierten Ideen heute noch haben.

Gern können Sie sich zu diesen Veranstaltungen ebenfalls per Email bei hendrik.niether@theo.uni-hannover.de anmelden.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Hanns-Lilje-Stiftung, dem Haus der Religionen Hannover, der Gesellschaft für Niedersächsische Kirchengeschichte e.V., dem Verein Begegnungen – Christen und Juden e.V. sowie der Evangelischen Studierendengemeinde statt.